Durchsuchung

Strafrecht, ausschließlich Strafrecht!

Tel. 0211 - 911 88 551

Die Durchsuchung

 

Durchsuchungen stellen aus Sicht der Betroffenen einen besonders schwerwiegenden Grundrechteingriff dar. Hier erfahren Sie einiges Wissenswertes zu diesem Thema.

 

 

„Die Polizei will meine Wohnung oder Geschäftsräume durchsuchen - Was soll ich machen?“

 

Sofort einen Verteidiger anrufen!

 

Rufen Sie unbedingt sofort einen Strafverteidiger an. Das Telefonat mit einem Rechtsanwalt darf Ihnen nicht verwehrt werden. Bestehen Sie unbedingt auf dieses Recht.

 

Der Verteidiger wird sich umgehend auf den Weg zu Ihnen machen oder einen geeigneten Vertreter schicken.

 

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Bitten Sie die Beamten, mit der Durchsuchung bis zum Eintreffen Ihres Anwalts zu warten.

 

Die Beamten sind allerdings nicht verpflichtet, mit dem Durchsuchungsbeginn bis zum Eintreffen des Verteidigers zu warten.

 

Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss aushändigen.

 

Soweit ein Durchsuchungsbeschluss vorliegt, ist Ihnen dieser - zumindest in Kopie - auszuhändigen. Mithilfe des Durchsuchungsbeschlusses kann die Rechtmäßigkeit der Durchsuchung und die Grenzen des zulässigen Durchsuchungsumfangs überprüft werden.

 

Achten Sie unbedingt auf das Anordnungsdatum des Durchsuchungsbeschlusses. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verliert ein Durchsuchungsbeschluss, der älter als sechs Monate ist, seine Gültigkeit. Verlangen Sie in diesem Fall den sofortigen Abbruch der Durchsuchung.

 

Falls kein Durchsuchungsbeschluss vorliegt, darf nur im Falle von "Gefahr im Verzug" durchsucht werden. Der Verteidiger wird unmittelbar vor Ort die Gründe für die Annahme einer "Gefahr im Verzug" in Erfahrung bringen und nachprüfen. Gegebenenfalls wird er, falls die Annahme willkürlich erscheint, der Durchsuchung widersprechen und den Widerspruch unverzüglich aktenkundig machen. Auf diese Weise kann den bei der Durchsuchung erhobenen Beweismitteln anschließend unter Umständen ein Beweisverwertungsverbot entgegengehalten werden.

 

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Verhalten Sie sich kooperativ, überlassen Sie eine gegebenenfalls erforderliche Konfrontation Ihrem Verteidiger.

 

Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, Beweismittel beiseite zu schaffen, Unterlagen zu vernichten oder Daten zu löschen.

 

Ein solches Verhalten kann den Haftgrund der Verdunkelungsgefahr und damit eine Untersuchungshaft rechtfertigen.

 

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Machen Sie auf keinen Fall Angaben zur Sache.

 

Berufen Sie sich auf Ihr Schweigerecht, lassen Sie sich in kein Gespräch verwickeln.

 

Unterbinden Sie Vernehmungen Ihrer Mitarbeiter.

 

Zwar haben Sie die Durchsuchung zu dulden, insoweit ist Ihr Hausrecht eingeschränkt. Sie haben aber nicht zu dulden, dass die Beamten die Durchsuchung zu anderen Zwecken als der Durchsuchung ausnutzen.

 

Widersprechen Sie der Vernehmung Ihrer Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen.

 

Weisen Sie Ihre Mitarbeiter darauf hin, dass sie nicht verpflichtet sind, Angaben gegenüber der Polizei zu machen (siehe Vernehmung bei der Polizei).

 

Besorgen Sie Ihren Mitarbeitern gegebenenfalls einen anwaltlichen Zeugenbeistand.

 

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